Ein Kommentar von Jörg Allmann
Zwölf Jahre Glossen schreiben

Als ich die erste Glosse schrieb, – damals noch für das Notes Magazin, den Vorläufer des Digital Business Magazins [Didschidel Bisinäss Mägezien] – dachte ich, dass das eine Eintagsfliege werde. Auch nach den ersten fünf Glossen habe ich noch jederzeit damit gerechnet, dass die Redaktion dem Treiben kurzfristig ein Ende setzt. Inzwischen sind es 87 Glossen geworden.

Im Rahmen dieser Buchproduktion habe ich natürlich alles nochmal gelesen. Manches klingt rückwirkend etwas naiv, allzu häufig lässt sich auch der eigene Frust über das Berufsleben nicht kaschieren. Mir ist durchaus bewusst, dass die Menschheit primär Lustiges und Positives lesen will. Das ist nicht immer gelungen.

Der Glossen-Profi würde wohl sagen: „Es fehlt manchmal die journalistische Distanz.“ Mit mehr Distanz könnte man manche Dinge vielleicht weniger verbissen beschreiben, aber vielleicht würde der Verlust genau dieses Bisses dann die Schilderungen zu stark verflachen. Ein bisschen mehr gute Laune hätte ich mir rückblickend dennoch gewünscht.

Einige Glossen sind dennoch etwas flacher als andere. Wenn man aber bedenkt, dass manche Glosse unter Zeitdruck in 15 Minuten entstanden ist, mag man das verzeihen. Wir haben dennoch darauf verzichtet, schwächere Werke aus der Sammlung zu entfernen. Auch eine Musik-CD hat nicht nur Top Hits.

Ein Grundproblem lag natürlich über all die Jahre darin, dass es nicht angebracht ist, alle persönlichen und dienstlichen Erlebnisse in einer Glosse auszubreiten. So mancher Freund, Kollege oder Kunde könnte mir das übel nehmen. Deshalb stellt die Sammlung sozusagen den partiell gefilterten täglichen Wahnsinn eines Geschäftsmannes in der IT-Branche dar.

Ich bedanke mich beim WIN-Verlag GmbH & Co. KG für die Erlaubnis die Glossen auf diesem nicht kommerziellen Wege unters Volk zu bringen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
 
Jörg Allmann, holistic-net GmbH
Hannover, November 2008
 

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